Anleitung: Japanisches Stockschwämmchen (Nameko) Brut

Japanisches Stockschwämmchen - Nameko - Brut

Verwende die Brut so schnell wie möglich nach Erhalt oder bewahre sie höchstens einige Wochen im Kühlschrank auf.

Was du brauchst:

  • Nameko-Brut (80 Gramm)
  • Steriles Substrat (zum Beispiel eine Mischung aus Hartholz-Sägemehl und Sojaschalen)
  • Schnellkochtopf oder eine andere Erhitzungsmethode zur Sterilisation
  • Saubere Arbeitsumgebung

Vorbereitung des Substrats:

  1. Substrat mischen: Bereite ein geeignetes steriles Substrat vor, zum Beispiel eine Mischung aus Hartholz-Sägemehl und Sojaschalen. Ein Verhältnis von 80% Hartholz-Sägemehl und 20% Sojaschalen ist ideal. Gib so viel Wasser dazu, dass das Substrat beim Zusammendrücken gerade Feuchtigkeit abgibt, aber nicht durchnässt ist.
  2. Sterilisieren: Füll das Substrat in einen stabilen, hitzebeständigen Beutel oder Behälter und sterilisiere es 2 Stunden lang bei 15 PSI im Schnellkochtopf. Du hast keinen Schnellkochtopf? Dann erhitze das Substrat länger (zum Beispiel 16-24 Stunden bei einer niedrigeren Temperatur), bis es steril ist. Lass das Substrat danach vollständig abkühlen.

Inokulation:

  1. Saubere Arbeitsumgebung: Arbeite in einer sauberen Umgebung, um Kontamination zu verhindern. Benutze Handschuhe und desinfiziere die Arbeitsflächen.
  2. Die Brut einmischen: Gib die Nameko-Brut zum sterilisierten Substrat. Verwende ein Verhältnis von ungefähr 1:10 (70 Gramm Brut auf 700 Gramm Substrat). Mische die Brut gleichmäßig durch das Substrat, um eine gleichmäßige Besiedlung zu fördern.
  3. Den Zuchtbeutel verschließen: Verschließ den Beutel oder Behälter mit einem Filter für den Luftaustausch, zum Beispiel mit mikroporösem Klebeband oder einem Filterpatch.

Inkubation:

  1. Umgebung: Stell das beimpfte Substrat in einen dunklen Raum mit einer Temperatur zwischen 18°C und 22°C.
  2. Besiedlung: Lass das Nameko-Myzel wachsen und das Substrat vollständig besiedeln. Dieser Prozess dauert meistens 3 bis 6 Wochen. Kontrolliere regelmäßig auf Anzeichen von Kontamination.

Wachstum und Fruchtkörperbildung:

  1. Temperatur und Licht: Bring das vollständig besiedelte Substrat in einen Raum mit diffusem Licht und einer Temperatur zwischen 18°C und 28°C. Unser Lieferant gibt 18 bis 28 Grad für einen geregelten Zuchtraum an, aber wir selbst haben mit dieser Art mit Abstand den meisten Erfolg einfach draußen, im Halbschatten. Draußen folgt sie der Jahreszeit und kommt vor allem im Spätsommer und im Herbst, sobald es feucht wird. Drinnen ist eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtiger als die genaue Temperatur.
  2. Hohe Luftfeuchtigkeit: Nameko braucht eine hohe Luftfeuchtigkeit (80%-90%), um Fruchtkörper zu bilden.
    • Deck den Zuchtbeutel mit einer Plastiktüte mit kleinen Löchern zur Belüftung ab.
    • Stell den Beutel auf ein nasses Tuch oder stell eine Schale mit Wasser unter den Beutel, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
    • Besprüh die Innenseite der Plastiktüte regelmäßig mit Wasser, aber achte darauf, dass kein Wasser auf dem Substrat stehen bleibt.
  3. Primordien: Nach 3-4 Wochen erscheinen kleine gelbbraune Knöpfchen (Primordien). Sorg dafür, dass die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt, während die Nameko-Pilze wachsen.

Ernten:

  1. Rechtzeitig ernten: Ernte die Nameko-Pilze, wenn die Hüte eine schöne orangebraune Farbe haben und leicht schleimig sind. Das ist ein Merkmal von frischem Nameko.
  2. Vorsichtig entfernen: Zieh die Pilze vorsichtig vom Substrat ab oder schneide sie ab.

Aufbewahren:

  • Bewahre die geernteten Nameko-Pilze in einer Papiertüte im Kühlschrank auf. Sie bleiben ungefähr eine Woche frisch.

Zweite Ernte:

  • Nach der ersten Ernte bekommst du oft noch eine zweite und sogar eine dritte Ernte. Halte dieselben Bedingungen ein wie bei der ersten Ernte. Neue Primordien erscheinen nach ein paar Wochen.

Aufräumen:

  • Wenn das Substrat erschöpft ist, kannst du es als Kompost oder Bodenverbesserer im Garten verwenden.